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ULI - Chemische Werke

 



Im Jahre 1920 wurde die Firma als Hersteller von Klebstoffen aller Art in Erfurt gegründet. Im Laufe ihrer Geschichte hat sie alle Höhen und Tiefen der jüngeren deutschen Geschichte miterlebt.
Die anfangs unscheinbare Firma hat bald Erfolg und investiert in die Geschäftserweiterung. Neue Gebäude entstehen und neue Anlagen zum Mischen und Abfüllen von Klebstoffen, sowie Kessel zum Schmelzen von Wachsen werden gekauft. Anfangs setzt die Firma auf das sehr lukrative Geschäft mit der Schuhindustrie. Seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht das Schuhklebstoffgeschäft während des zweiten Weltkrieges.
Den damaligen Firmeninhabern wird jedoch bald klar, das „tausendjährige Reich“ wird nur von sehr kurzer Dauer sein. Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Thüringen und mit dem Einmarsch der Roten Armee in Thüringen verließen die Inhaber den Standort Erfurt und wagten einen Neuanfang in Pirmasens und Schenklengsfeld.



In einem ehemaligen Arbeitsdienstlager für Frauen, gründeten Paul Heinicke und Ehefrau Elisabeth in Schenklengsfeld eine chemische Fabrik. Sie waren 1947 in den Westen geflüchtet, nachdem ihr Unternehmen in Erfurt enteignet worden war und zum volkseigenen Betrieb wurde. Zunächst mieteten sie die Baracken des Arbeitsdienstlagers, soweit sie nicht von Heimatvertriebenen belegt waren, an; später erwarben sie das Grundstück von der Gemeinde.
Grundlage für das Schenklengsfelder Unternehmen war das Auslieferungslager in Pirmasens, das von Sohn Helmut betrieben wurde. Kurz nach Eröffnung des Schenklengsfelder Betriebes verstarb der Firmengründer Paul Heinicke. Seine Witwe führte das Unternehmen weiter, verwaltete es und baute es aus.
Etwa 25 Arbeiter stellten in Schenklengsfeld bis 1996 Klebstoffe aus Naturund Kunstkautschuk für die Schuhindustrie und Lederhandlungen her. Die Klebstofffabrik in Pirmasens wurde bis in die 80ziger Jahre als Familienunternehmen geführt und dann an den Schweizer Forbo Konzern verkauft.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurde das Klebstoffwerk in Erfurt ebenfalls vom Schweizer Forbo Konzern gekauft. Die Forbo Erfurt GmbH wurde gegründet und etablierte sich als Kompetenzzentrum für die Bauchemie. Die Forbo Erfurt GmbH, mit ihren ca. 85 Mitarbeitern, bietet heute in Entwicklung, Produktion und Vertrieb ein außergewöhnlich umfangreiches Produktsortiment mit Systemlösungen.